Samstag, 25. Juni 2011

One week to go...

Ich kann kaum glauben, gestern ist meine letzte Woche hier in San Antonio mit dem Pais Projet angebrochen. Die Zeit ist ist wie im Flug vergangen , ich erinnere mich noch so gut an den Tag an dem ich hier am Flughafen ankam und zum ersten Mal meine neue Familie getroffen habe, wie ich zum ersten Mal die texanische Hitze gespürt habe und in einem amerikanischen Truck gesessen bin ;)
Gestern hatten wir unsere Pais Abschlussfeier/Graduation, ein sehr schöner Abend voller Erinnerungen, Danksagungen und leider auch viele Abschiede. Einige der Schüler die ich dieses Jahr kennenlernen und Zeit verbringen durfte waren da, meine Gastfamilie und viele Freunde, sie haben für uns gebetet und es war einfach nochmal eine hammer Zeit zusammen.


Das ist ein Bild von den Pais Leuten die bis zum Schluss dabei waren, mit denen ich das ganze Jahr arbeiten durfte und die mir sehr sehr ans Herz gewachsen sind. Sie haben mir viel in meinem Glauben an Gott beigebracht und auch meinen Charakter geformt und viele von ihnen sind Freunde fürs Leben geworden. Ich werde sie sehr sehr vermissen...

Aber nun ein bisschen über die letzten paar Monate, die wahrscheinlich die besten waren im ganzen Jahr. Als Team haben wir angefangen uns Gedanken zu machen, wie wir den Schülern, die wir so übers Jahr kennengelernt haben am besten helfen können, in ihrem Glauben zu wachsen und Gott besser kennenzulernen. Wir haben angefangen regelmäßige "Biblestudys" mit ihnen zu machen, ihnen durch Film, Musik, Drama, Bücher... versucht, Gottes Wort näher zu bringen. Freitags nach der Schule haben wir angefangen diese Biblestudys auf dem Fußballfeld der Brandeis Highschool zu machen, es war offen für jeden zu kommen. Danach haben wir immer für ein paar Stunden Fußball gespielt, was echt immer ein Highlight der Woche war. Wir hatten ein paar richtig gute Spieler, die auch im Verein spielen, aber die meisten waren echt einfach Kids die zum Spaß dabei waren und es war einfach jedes Mal so faszinierend zu sehen wie jeder Spaß hatte und wir eine super Gemeinschaft hatten.






Das ganze Jahr über hatte ich immer den Traum im Hinterkopf eine Mädelsfreizeit zu planen, mit ihnen campen zu gehen, raus aus der Stadt und einfach eine gute Zeit in Gemeinschaft zu verbringen. Das Beste an der Sache war, dass ich vor ein paar Monaten mit Lori zusammen arbeiten durfte, eine Frau, die ein riesen Haus ungefähr eine Stunde von San Antonio hat, im sogenannten "Hillcountry" , eine sehr ländliche Gegend nah bei einem See namens "Canyon Lake". Als sie von der Arbeit hörte die wir mit Pais machen, hat sie uns sofort angeboten mit einer Gruppe von Kids vorbeizukommen, um eine Freizeit auf ihrem Gelände zu haben. Der Wahnsinn!!! Es war einfach unglaublich, ihr Haus ist auf einem Hügel, von wo man den See sehen kann, sie hat neben ihrem Wohnhaus ein kleineres Gebäude gebaut, mit 25 Betten, ein wunderschöner Pool und eine Küche im Freien. Ich kanns gar nicht beschreiben, es war der Wahnsinn, und das alles umsonst! So haben ein paar andre Pais Mädels und ich eine Freizeit geplant, haben alle unsre Mädels eingeladen. Es lag uns am Herzen nicht nur Spaß zu haben sondern auch eine intensive Zeit mit ihnen zu haben, mit ihnen Bibel zu lesen und drüber zu diskutieren. 22 Mädels waren am Ende dabei, wir hatten eine hammer Zeit, gute Gespräche, Spaß im Pool, gutes Essen und einfach eine gesegnete Zeit. Ich bin so dankbar dass wir diese Möglichkeit hatten. Wir haben über verschiedene Frauen der Bibel geredet, Maria und Bathseba und haben was diese Frauen erlebt haben auf unser Leben bezogen.








Bilder beschreiben da wohl mehr als Worte... ;)

Ein weiteres Highlight in den letzten Wochen war der Missionseinsatz nach New Orleans/Louisiana, bei dem ich als Mitarbeiter mitgegangen bin. Es war ein Missionseinsatz für Highschool Schüler und wir sind mit ungefähr 90 Kids auf die Reise in die Wetlands von Louisiana losgezogen. Wahrscheinlich erinnert ihr euch an den Hurricane Katrina, der vor ungefähr 5/6 Jahren New Orleans total überflutet und zerstört hat, unzählige Menschen sind gestorben oder haben ihr Zuhause in den Fluten verloren. Obwohl schon vieles in der Stadt in den letzten Jahren wieder aufgebaut wurde, ist die Stadt immer noch gezeichnet von Zerstörung, kaputten und verlassenen Häusern, obdachlosen Menschen, Armut...


Die Bevölkerung ist vorwiegend schwarz, man kommt sich als Weißer echt komisch vor manchmal... Während der Woche, die wir dort waren, haben wir in einem Obdachlosenheim geschlafen, das von Montags bis Freitags Obdachlose mit drei Mahlzeiten am Tag versorgt. Mit meinem Team durften wir an den ersten zwei Tagen aushelfen das Haus zu putzen und waren bei der Essensausgabe dabei. Es hat mich unglaublich getroffen all diese Menschen ohne Zuhause zu sehen, einige noch erschreckend jung, und viele sahen wie normale Familienväter aus. An den anderen Tagen waren wir an verschiedenen Projekten in der Stadt tätig, haben Häuser repariert, gestrichen, demoliert... In der Mittagspause durften wir einige Kids in einem Park kennenlernen und haben Zeit verbracht mit ihnen zu spielen was eins der besten Erlebnisse in New Orleans war. Die Schüler haben super Arbeit geleistet, waren einfach voll dabei so gut es ging zu helfen, auch wenn es in der Hitze in New Orleans echt sehr sehr anstregend war.



                                                                 Mein Team :)

                                              Eins der Häuser an denen wir gearbeitet haben



                                                     Typischer Mississippidampfer

New Orleans, weltbekannt als Geburtsstadt des Jazz

Wir hatten auch die Möglichkeit in ein Altenheim zu gehen und einfach Zeit mit den älteren Leuten zu verbringen. Wir haben die Nägel der alten Damen lackiert und uns einfach ihre Geschichten angehört, faszinierend wie manche von ihnen den Hurricane überlebt haben. Der Missionseinsatz war eine super gesegnete Zeit und es war so cool zu sehen wie wir in einer Woche einfach mitanpacken konnten und ein bisschen Hoffnung in diese Stadt und zu den Menschen bringen konnten.

Das war auch schon alles was ich hier noch loswerden wollte bevor ich in einer Woche schon heimkomme. Es gibt noch so viel mehr zu berichten, aber ihr seht mich ja bald :) Vielen vielen Dank an alle, die mich nicht vergessen haben, an mich gedacht und für mich hier gebetet haben. Gott hat mich verändert dieses Jahr, und nicht nur mich , auch viele Leben anderer. Ich verdanke es ihm, dass ich hier war und für alles was ich erleben und lernen durfte. Ich freue mich riesig euch alle wiederzusehen und in den Arm zu nehmen !!!
Bis ganz bald, eure Miri



"I have been crucified with Christ and it is no longer I who live, but Christ lives in me. The life I live in the body, I live by faith in the Son of God, who loved me and gave himself for me. " Galatians 2:20

Dienstag, 29. März 2011

Springtime !

Jap, das ist mein Team :)

Halloo mal wieder ,

es gibt mal wieder ein paar sehr coole Neuigkeiten aus San Antonio. Hier ist es schon ne ganze Weile wieder echt schön warm, wir alle haben von der Sonne schon wieder ein bisschen Farbe bekommen, was echt gut tut, und so langsam wird wieder Zeit auch draußen schwimmen zu gehen und so :) Der März ist schon fast vorbei, und dann sind es nurnoch 3 Monate für mich hier... wahnsinnig wie die Zeit vergeht, und diese letzten Monate werden warscheinlich noch viel schneller rumgehen. Die letzten Wochen waren sehr erlebnisreich, warscheinlich waren es einige der besten Wochen seit ich hier bin.
Mitte März haben wir mit der Oak Hills Church hier, mit der wir arbeiten, ein großes Missionprojekt (Mission San Antonio) für die Schüler gehabt. Über 3 Tage wurden ganz viele verschiedene Projekte für sie angeboten über die ganze Stadt verteilt, wo sie mitarbeiten konnten. Es gab Projekte wie : Gartenarbeit in einem Altenheim, Aushelfen in einem Krankenhaus, Kisten mit Essen verpacken für Familien in der Stadt, die zusaätzliche Unterstützung brauchen, mit Kindern in einem Kinderkrankenhaus spielen, mit Jugendlichen aus anderen Ländern, die erst vor kurzem eingewandert sind, etwas unternehmen, Häuser bauen, Müll in der Stadt aufsammeln..usw. Ungefähr 150 Schüler waren dabei, wir haben uns morgends immer in der Gemeinde getroffen und sind dann mit Kleinbussen zu den verschiedenen Stationen gefahren, wo die Jugendlichen dann bis Nachmittags gearbeitet und ausgeholfen haben. Es war der Wahnsinn mit was für einer Begeisterung die ganzen Kids dabei waren, wie sie sich echt ins Zeug gelegt haben, um ihrer Stadt zu dienen. Und das alles in ihren Frühlingsferien, wenn die meisten zum Strand fahren. Das Coolste war, abends ihre müden, aber strahlenden Gesichter zu sehen und ihre Begeisterung zu spüren, wenn sie von den Erlebnissen des Tages berichteten. Es war so cool zu sehen, wie sie gelernt haben, dass es nicht nur anstrengend ist, seine Zeit für andere zu opfern, aber dass es einem vorallem Freude gibt. In den verschiedenen Institutionen, in denen wir ausgeholfen haben, sind wir auch auf ganz verschiedene Reaktionen gestoßen. Die meisten Leute waren total überrascht über all die jungen Leute, die einfach für ein paar Tage in ihrer Freizeit mit angepackt haben, wir konnten so vielen Leuten von unsrer Gemeinde und Jugendgruppe erzählen von der wir kommen und es war einfach so cool zu sehen, wie wir so vielen Leuten einfach eine riesen Freude machen konnten.


Nach Mission San Antonio haben ein paar andere Pais Mädels,die auch hier in San Antonio arbeiten und ich uns einer Gruppe von Frauen angeschlossen, die sich "Chicktime" nennt. Einmal im Monat gehen diese Frauen mit ihren Töchtern  zu einem Heim für Mädchen ungefähr eine Stunde von hier. Das Heim ist für Mädchen, die daheim sexuell missbraucht wurden, die körperlich misshandelt wurden oder sogar in gezwungener Prostitution waren. Die ganze Heimanlage sieht von aussen erstmal wie ein Gefängnis aus, denn um das ganze Gelände sind Zäune, weil viele der Mädchen abhauen wollen. Die Mädchen, die dort hinkommen, kommen aus den schlimmsten Verhältnissen und waren alle zwischen 11 und 17 Jahren alt, sie landen dort, weil entweder die Polizei sie aus ihren Familien rausholt, oder der CPS (children protective service). In dem Heim gehen sie zur Schule und haben Psychologen, die versuchen sie wieder ins normale Leben zu integrieren. Die "Chicktime" Gruppe geht da wie gesagt alle 4 Wochen hin und bieten den Mädels verschiedene Aktivitäten an, einfach um ihnen in dem Heimalltag eine Abwechslung zu bieten und um herauszufinden, was für Talente und Leidenschaften die Mädels haben. Bevor wir dort ankamen haben wir von der "Chicktime" Gruppe viele Anweisungen bekommen, die eben in diesem Heim Regelungen waren. Zum Beispiel durften wir die Mädchen wärend den Aktivitäten nicht berühren, also sie nicht umarmen oder an die Schulter fassen, denn man weiß nie, was in ihrer Vergangenheit passiert ist, und wie sie auf Körperkontakt reagieren. Ein anderer wichtiger Punkt war, dass wir sie nicht auf ihre Vergangenheit ansprechen und einfach in allem was wir sagen sehr vorsichtig sind. Auch mussten wir sehr vorsichtig sein, dass wir keine scharfen Gegenstände irgendwo hinterlassen, denn alles was die Mädchen in die Hände bekommen, versuchen viele von ihnen zu benutzen, um sich zu ritzen. Ich hatte ehrlich gesagt echt Angst bevor wir dort ankamen, irgendetwas falsch zu machen, ich hatte keine Ahnung wie mit diesen Mädchen umzugehen, und meine Freundinnen mit denen ich dort war, gings genauso. Doch dann lernten wir die Mädchen kennen, es war eine Gruppe von ca. 50 Mädels... wir hatten verschiedene Stationen für sie, Volleyball, Cupcakes machen und dekorieren, Sonnenbrillen dekorieren und Schauspielunterricht. Ich war die ganze Zeit mit der gleich Gruppe von ca. 15 Mädchen unterwegs, während wir durch die verschiedenen Stationen gegangen sind. Ich habe schnell gemerkt, dass meine Ängste umsonst waren, diese Mädels waren ganz normale Jugendliche, superhübsche Mädels. Bei den meisten von ihnen hätte ich nie gedacht, dass sie warscheinlich eine schreckliche Vergangenheit haben, ein paar hat man es angemerkt, manche waren ganz still, haben so gut wie nichts geredet und sahen sehr verschrocken aus, hatten ganz vernarbte Arme vom Ritzen. Es hat mir echt das Herz zerrissen diese Mädels kennenzulernen und gern zu haben und zu wissen, was sie hinter sich haben und dass ihr ganzes Leben davon beeinflusst sein wird, dass sie nie eine richtige Familie hatten und schon in ihren jungen Jahren so krasse Dinge erleben mussten. Wir durften dort leider keine Bilder machen, sonnst hätte ich euch hier ein paar Bilder gezeigt.


Ich habe in meinem letzten Bericht von Billy berichtet, den ich in der Schule kennengelernt habe, Anfang diesen Jahres, der auch eine sehr krasse Vergangheit hat, dann aber anfing in unsere Jugendgruppe zu kommen. Das Allercoolste war, dass er sein Leben vor ein paar Wochen Jesus gegeben hat, er hat sich zu entscheiden Gott sein ganzes Leben zu widmen und für ihn zu leben. Als er uns das erzählt hat am morgen danach sind wir alle vor Freude um ihn rumgetanzt und haben gefeiert =) Vor ca. 2 Wochen hat er dann gemeint, dass er sich taufen lassen will, die Taufe als Bekenntnis dass er nun zu Jesus gehört. Und so kam es dass er und Maddi (eine andere Schülerin die ich hier kennengelernt habe) sich am Sonntag haben taufen lassen, im Guadalupe River, eine Stunde von San Antonio. Es war einfach der Wahnsinn dort dabei zu sein, unglaubliches Gefühl.




"Ihr wisst doch, was bei der Taufe geschehen ist: Wir sind auf den Namen Jesu Christi getauft worden und haben und haben damit Anteil an seinem Tod. Durch die Taufe sind wir also mit mit Christus gestorben und begraben. Und wie Christus durch die Herrlichkeit und Macht seines Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir ein neues Leben führen. Denn wie wir seinen Tod mit ihm geteilt haben, so haben wir auch Anteil an seiner Auferstehung. " Römer 6: 3-5
Das war auch mal wieder von mir, nurnoch 3 Monate, es gibt noch vieles zu erleben und zu tun. Ich bin gespannt auf das letzte Viertel der Zeit !! =) Machts gut, falls ihr Fragen oder sonnst irgendwan zu dem habt, was ich geschrieben habe, schreibt mir !! Ich freue mich immer auf Nachrichten aus der Heimat.
Bis bald.



Dienstag, 8. Februar 2011

Snow Antonio !

HELLO !!!!!

Die Miri meldet sich nunmal endlich wieder nach einer langen Zeit der Stille... ich lebe noch, mir gehts super und es gibt viel zu berichten. Mein letzter Eintrag war im November und seitdem ist viel passiert ! Weihnachten und Neujahr liegen jetzt doch schon ein bisschen hinter uns, aber für die die es noch nicht wissen erzähl ich nur ganz kurz was da so los war. Die Weihnachtsferien waren richtig gut, denn es war zum ersten Mal seit ich hier bin richtig Zeit um zu chillen und einfach NICHTS zu tun ...für zwei Wochen lang =) Die erste Woche habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht und ein wunderschönes Weihnachtsfest mit ihnen gefeiert, habe viel Gutes gegessen, und wahrscheinlich die meisten Geschenke in meinem Leben bekommen ...ohne Witz. Es war so ein schönes Fest, ich hatte Sorgen dass es komisch wird nicht daheim bei Freunden und Familie zu sein, aber die haben mich so lieb in ihre Familiengemeinschaft eingeschlossen, dass es einfach richtig gut war. Ich konnte dann doch nicht die ganzen zwei Wochen stillsitzen und bin am 25. Dezember mit drei Freunden von hier losgezogen um Amerika zu erkunden ...;) Wir waren mit einem Pickup Truck unterwegs durch New Mexico, Arizona, Utah, Colorado und Oklahoma. Es war ein hammer Trip, wir haben Wüste, Indianerland, Berge, Canyons, Nationalparks und Seen gesehen, hatten eine wahnsinns Gemeinschaft, super Gespräche im Auto, wurden von einem Schneesturm erwischt, haben auf der Ladefläche des Trucks geschlafen, beim Grand Canyon gezeltet (im Schnee, und halb erfroren), Indianer getroffen, und einfach Gottes wunderbare Schöpfung gesehen! Neujahr haben wir dann bei einem Freund in Houston/Texas verbracht, dessen Mama uns mit super Essen und einem heißen Whirlpool im Garten verwöhnt hat =) Gut gell? ;)

                                                    Die Crew: Nadine, Miri, Micha, Michael
                                                                 The famous Route 66

                                                            Amazing Grand Canyon

                                                                Sedona, Arizona

                                                                    Colorado

Genau, das war der Trip und dann ging hier die Pais Arbeit wieder los... Wir hatten eine Pais Konferenz wo alle Pais Teams aus Florida, Colorado und Texas hier zusammengekommen sind, um Ideen zu sammeln, sich auszutauschen und einfach Gemeinschaft zu haben. Es war soo cool mit den anderen deutschen Mädels zusammenzusein, ganz viel deutsch zu reden und zusammen zu kochen und so =) Wir hatten eine super Zeit und ich habs total genossen, weil ich sonnst die meiste Zeit hier nur mit den Jungs zusammenarbeite.

In den letzten Wochen hat sich viel in unserer Arbeit getan. Zum Beispiel habe ich die Deutschlehrerin an der Brandeis Highschool kennenlernen dürfen und helfe ihr jetzt wöchentlich im Unterricht aus. Das ist soo cool und macht total Spaß. Sie ist jedes Mal so dankbar und für mich ist es einfach eine super Möglichkeit Schüler kennenzulernen, ihnen auszuhelfen und einfach die Lehrerin zu unterstützen.


                                       Ein Teil der German class vor einem Deutschwettbewerb
Das ist eine sehr große Möglichkeit für uns, da wir ja als Pais Team noch nicht offiziell in der Schule arbeiten dürfen, aber durch Kontakte mit Lehrern die uns unterstützen könnte das eventuell bald möglich sein. Ein paar Tage später habe ich auch noch den Geschichtslehrer kennenlernen dürfen, der auch sofort ganz begeistert war und so werde ich diese Woche auch im Geschichtsunterricht mithelfen und über den 2. Weltkrieg sprechen. Freu mich riesig drauf !!! =)

Da wir ja wärend den Schulzeiten noch nicht in der Schule sein dürfen, sind wir eigentlich jeden Tag nach der Schule da, um Schüler zu treffen. Vor circa drei Wochen habe ich da einen Jungen namens Billy getroffen, da ich bei seinen Freunden rumstand. Eine Woche später habe ich ihn wieder gesehen, bin auf ihn zugegangen und habe mich an seinen Namen erinnert, worüber er total erstaunt war und sich mega gefreut hat. Wir haben angefangen ein bisschen zu reden und plötzlich erzählt der mir so viele krasse Sachen aus seiner Vergangenheit... Er ist in einem Ghettoviertel in Arkansas aufgewachsen, viele seiner Freunde waren in Gangs und sind bei Schießereien ums Leben gekommen. Als er vor ein paar Monaten nach San Antonio gezogen ist, hat er sich hier auch mit Leuten angefreundet, die in einer Gang waren (in einer Gang, die sich Wolfpack nennt, ich glaube ich habe von ihnen schon einmal früher berichtet, weil zwei Schüler die in der Gang waren sich anfang des Jahres das Leben genommen haben). Einer der zwei Kids sie sich Selbstmord begangen haben, war sein bester Freund. Es hat mir erzählt, wie hart es für ihn war, und wie sogar seine Eltern von vielen Sachen die passiert sind nichts wissen. Während wir geredet haben, habe ich für ihn gebetet und einfach Gott gefragt was ich machen soll, wie ich ihm helfen kann. Das Krasse war, dass unser Gespräch nach einer Weile auf Gott und den Glauben kam und ich ihm von meiner Hoffnung in Gott erzählen konnte. Eine Woche später kam er mit uns zum Jugendkreis und ihm hat es voll gut gefallen, er hat gemeint er hätte eine neue Familie gefunden. Als wir ihn heimgebracht haben an dem Abend, haben wir auch seinen Mama kennengelernt und sie war so überglücklich als sie hörte dass wir Jugendleiter in der Kirche sind. Sie hat gemeint Gott hätte damit ihre Gebete erhört, denn sie hat sich riesen Sorgen um ihren Sohn Billy gemacht, der immer mit Freunde zusammen war, denen sie nicht vertraut hat. Es war einfach der Wahnsinn! Billy kommt jetzt regelmäßig zu uns in den Jugendkreis und fühlt sich total wohl. Gott sei Dank ! =)

                                                  Miri, Jarrett, Ryan, Billy, Megan, Madison

Eine andre coole Geschichte kann ich über Megan erzählen. Ich habe sie vor einigen Monaten kennengelernt, sie kommt jetzt auch in den Jugendkreis und sogar in den Gottesdienst sonntags und ich verbringe sehr viel Zeit mit ihr. Sie wurde von ihrer Mama aus dem Haus geschmisse und wohnt jetzt bei ihrem Papa hier. Sie war stark in der Drogenszene drin hat aber eine krasse Kehrtwende in ihrem Leben gemacht und einen Neuanfang gemacht. Dadurch dass sie viele Sachen durchgemacht hat, hat sie ein Herz für Obdachlose und will alles tun, um denen zu helfen. Also sind wir zusammen zu unserem Jugendpastor gegangen und haben ihn gefragt, ob wir eine Gruppe von Schülern zusammenbringen können, die ein oder zweimal im Monat Downtown gehen, um Obdachlosen Essen, Trinken und Kleider zu geben und einfach mit ihnen zu reden. Er war total begeistert davon und wir haben eine Gruppe von ca. 30 Schülern zusammenbekommen, sind runter in die Stadtmitte gefahren, zu einer Brücke, wo die meisten Obdachlosen leben, haben Hotdogs und Drinks verteilt und haben mit den Leuten geredet. Es war so cool zu sehen wie die Schüler mutig auf die Leute zugegangen sind und einfach mit ihnen geredet haben. Es ist so wichtig für diese Kids zu sehen, wie sie einfach Leuten in ihrer eigenen Stadt helfen können und es war so gut einzelne Geschichten von den Leuten zu hören und zu sehen, dass nicht nur Alkohol und Drogen einen auf die Straße bringen, aber teilweise echt krasse, traurige Geschichten. Wir hatten die Möglichkeit mit vielen von ihnen zu beten und einfach Freundschaften zu schließen. Ich freu mich schon wenn wir es in einer paar Wochen wieder machen!=)



                                                                              Megan

Vor ein paar Tagen ist hier etwas passiert, dass es seit 25 Jahren nicht mehr gab ... es hat GESCHNEIT =)
Die Texaner sind durchgedreht, wegen einem Zentimeterchen Schnee wurden Schulen geschlossen, der Verkehr war verrückt und die meisten Leute waren total aus dem Häuschen. Auch wenn der Schnee nur für einen Tag lag, es war ein Highlight und hat mich ein bisschen an daheim erinnert =)

Schnee vor unserm Haus

Das wars auch mal von meiner Seite ... Ich bin stolz auf die, die wirklich alles bis hierher gelesen haben ;) Ich würde mich auf Nachrichten von euch freuen, oder wenn ihr Fragen habt oder sonnst irgendwas, meldet euch! Ich würde mich freuen wenn ihr für Megan und vorallem auch für Billy beten könntet, die beiden liegen mir sehr am Herzen. Ich wünsche euch Gottes Segen und freue mich euch im Juli wiederzusehen, gar nicht mehr so lange...
Hab euch lieb ! =) Howdy.