Dienstag, 8. Februar 2011

Snow Antonio !

HELLO !!!!!

Die Miri meldet sich nunmal endlich wieder nach einer langen Zeit der Stille... ich lebe noch, mir gehts super und es gibt viel zu berichten. Mein letzter Eintrag war im November und seitdem ist viel passiert ! Weihnachten und Neujahr liegen jetzt doch schon ein bisschen hinter uns, aber für die die es noch nicht wissen erzähl ich nur ganz kurz was da so los war. Die Weihnachtsferien waren richtig gut, denn es war zum ersten Mal seit ich hier bin richtig Zeit um zu chillen und einfach NICHTS zu tun ...für zwei Wochen lang =) Die erste Woche habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht und ein wunderschönes Weihnachtsfest mit ihnen gefeiert, habe viel Gutes gegessen, und wahrscheinlich die meisten Geschenke in meinem Leben bekommen ...ohne Witz. Es war so ein schönes Fest, ich hatte Sorgen dass es komisch wird nicht daheim bei Freunden und Familie zu sein, aber die haben mich so lieb in ihre Familiengemeinschaft eingeschlossen, dass es einfach richtig gut war. Ich konnte dann doch nicht die ganzen zwei Wochen stillsitzen und bin am 25. Dezember mit drei Freunden von hier losgezogen um Amerika zu erkunden ...;) Wir waren mit einem Pickup Truck unterwegs durch New Mexico, Arizona, Utah, Colorado und Oklahoma. Es war ein hammer Trip, wir haben Wüste, Indianerland, Berge, Canyons, Nationalparks und Seen gesehen, hatten eine wahnsinns Gemeinschaft, super Gespräche im Auto, wurden von einem Schneesturm erwischt, haben auf der Ladefläche des Trucks geschlafen, beim Grand Canyon gezeltet (im Schnee, und halb erfroren), Indianer getroffen, und einfach Gottes wunderbare Schöpfung gesehen! Neujahr haben wir dann bei einem Freund in Houston/Texas verbracht, dessen Mama uns mit super Essen und einem heißen Whirlpool im Garten verwöhnt hat =) Gut gell? ;)

                                                    Die Crew: Nadine, Miri, Micha, Michael
                                                                 The famous Route 66

                                                            Amazing Grand Canyon

                                                                Sedona, Arizona

                                                                    Colorado

Genau, das war der Trip und dann ging hier die Pais Arbeit wieder los... Wir hatten eine Pais Konferenz wo alle Pais Teams aus Florida, Colorado und Texas hier zusammengekommen sind, um Ideen zu sammeln, sich auszutauschen und einfach Gemeinschaft zu haben. Es war soo cool mit den anderen deutschen Mädels zusammenzusein, ganz viel deutsch zu reden und zusammen zu kochen und so =) Wir hatten eine super Zeit und ich habs total genossen, weil ich sonnst die meiste Zeit hier nur mit den Jungs zusammenarbeite.

In den letzten Wochen hat sich viel in unserer Arbeit getan. Zum Beispiel habe ich die Deutschlehrerin an der Brandeis Highschool kennenlernen dürfen und helfe ihr jetzt wöchentlich im Unterricht aus. Das ist soo cool und macht total Spaß. Sie ist jedes Mal so dankbar und für mich ist es einfach eine super Möglichkeit Schüler kennenzulernen, ihnen auszuhelfen und einfach die Lehrerin zu unterstützen.


                                       Ein Teil der German class vor einem Deutschwettbewerb
Das ist eine sehr große Möglichkeit für uns, da wir ja als Pais Team noch nicht offiziell in der Schule arbeiten dürfen, aber durch Kontakte mit Lehrern die uns unterstützen könnte das eventuell bald möglich sein. Ein paar Tage später habe ich auch noch den Geschichtslehrer kennenlernen dürfen, der auch sofort ganz begeistert war und so werde ich diese Woche auch im Geschichtsunterricht mithelfen und über den 2. Weltkrieg sprechen. Freu mich riesig drauf !!! =)

Da wir ja wärend den Schulzeiten noch nicht in der Schule sein dürfen, sind wir eigentlich jeden Tag nach der Schule da, um Schüler zu treffen. Vor circa drei Wochen habe ich da einen Jungen namens Billy getroffen, da ich bei seinen Freunden rumstand. Eine Woche später habe ich ihn wieder gesehen, bin auf ihn zugegangen und habe mich an seinen Namen erinnert, worüber er total erstaunt war und sich mega gefreut hat. Wir haben angefangen ein bisschen zu reden und plötzlich erzählt der mir so viele krasse Sachen aus seiner Vergangenheit... Er ist in einem Ghettoviertel in Arkansas aufgewachsen, viele seiner Freunde waren in Gangs und sind bei Schießereien ums Leben gekommen. Als er vor ein paar Monaten nach San Antonio gezogen ist, hat er sich hier auch mit Leuten angefreundet, die in einer Gang waren (in einer Gang, die sich Wolfpack nennt, ich glaube ich habe von ihnen schon einmal früher berichtet, weil zwei Schüler die in der Gang waren sich anfang des Jahres das Leben genommen haben). Einer der zwei Kids sie sich Selbstmord begangen haben, war sein bester Freund. Es hat mir erzählt, wie hart es für ihn war, und wie sogar seine Eltern von vielen Sachen die passiert sind nichts wissen. Während wir geredet haben, habe ich für ihn gebetet und einfach Gott gefragt was ich machen soll, wie ich ihm helfen kann. Das Krasse war, dass unser Gespräch nach einer Weile auf Gott und den Glauben kam und ich ihm von meiner Hoffnung in Gott erzählen konnte. Eine Woche später kam er mit uns zum Jugendkreis und ihm hat es voll gut gefallen, er hat gemeint er hätte eine neue Familie gefunden. Als wir ihn heimgebracht haben an dem Abend, haben wir auch seinen Mama kennengelernt und sie war so überglücklich als sie hörte dass wir Jugendleiter in der Kirche sind. Sie hat gemeint Gott hätte damit ihre Gebete erhört, denn sie hat sich riesen Sorgen um ihren Sohn Billy gemacht, der immer mit Freunde zusammen war, denen sie nicht vertraut hat. Es war einfach der Wahnsinn! Billy kommt jetzt regelmäßig zu uns in den Jugendkreis und fühlt sich total wohl. Gott sei Dank ! =)

                                                  Miri, Jarrett, Ryan, Billy, Megan, Madison

Eine andre coole Geschichte kann ich über Megan erzählen. Ich habe sie vor einigen Monaten kennengelernt, sie kommt jetzt auch in den Jugendkreis und sogar in den Gottesdienst sonntags und ich verbringe sehr viel Zeit mit ihr. Sie wurde von ihrer Mama aus dem Haus geschmisse und wohnt jetzt bei ihrem Papa hier. Sie war stark in der Drogenszene drin hat aber eine krasse Kehrtwende in ihrem Leben gemacht und einen Neuanfang gemacht. Dadurch dass sie viele Sachen durchgemacht hat, hat sie ein Herz für Obdachlose und will alles tun, um denen zu helfen. Also sind wir zusammen zu unserem Jugendpastor gegangen und haben ihn gefragt, ob wir eine Gruppe von Schülern zusammenbringen können, die ein oder zweimal im Monat Downtown gehen, um Obdachlosen Essen, Trinken und Kleider zu geben und einfach mit ihnen zu reden. Er war total begeistert davon und wir haben eine Gruppe von ca. 30 Schülern zusammenbekommen, sind runter in die Stadtmitte gefahren, zu einer Brücke, wo die meisten Obdachlosen leben, haben Hotdogs und Drinks verteilt und haben mit den Leuten geredet. Es war so cool zu sehen wie die Schüler mutig auf die Leute zugegangen sind und einfach mit ihnen geredet haben. Es ist so wichtig für diese Kids zu sehen, wie sie einfach Leuten in ihrer eigenen Stadt helfen können und es war so gut einzelne Geschichten von den Leuten zu hören und zu sehen, dass nicht nur Alkohol und Drogen einen auf die Straße bringen, aber teilweise echt krasse, traurige Geschichten. Wir hatten die Möglichkeit mit vielen von ihnen zu beten und einfach Freundschaften zu schließen. Ich freu mich schon wenn wir es in einer paar Wochen wieder machen!=)



                                                                              Megan

Vor ein paar Tagen ist hier etwas passiert, dass es seit 25 Jahren nicht mehr gab ... es hat GESCHNEIT =)
Die Texaner sind durchgedreht, wegen einem Zentimeterchen Schnee wurden Schulen geschlossen, der Verkehr war verrückt und die meisten Leute waren total aus dem Häuschen. Auch wenn der Schnee nur für einen Tag lag, es war ein Highlight und hat mich ein bisschen an daheim erinnert =)

Schnee vor unserm Haus

Das wars auch mal von meiner Seite ... Ich bin stolz auf die, die wirklich alles bis hierher gelesen haben ;) Ich würde mich auf Nachrichten von euch freuen, oder wenn ihr Fragen habt oder sonnst irgendwas, meldet euch! Ich würde mich freuen wenn ihr für Megan und vorallem auch für Billy beten könntet, die beiden liegen mir sehr am Herzen. Ich wünsche euch Gottes Segen und freue mich euch im Juli wiederzusehen, gar nicht mehr so lange...
Hab euch lieb ! =) Howdy.

5 Kommentare:

  1. Wie krass diese Stories sind Miri! Ich finds so unglaublich toll was für einen riesen Unterschied du in dem Leben von Schülern machst. Gott segne Dich weiterhin mit ermutigenden, motivierenden, unglaublichen, wunderbaren Ereignissen! ich mag dich :)karo

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  2. Ja ich hab eine Frage: wie ist der Typ auf dem Roadtrip-Bild (3. von links) so drauf? Cooler Bursche?

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  3. hey miri,
    der benny aus LA hats auch geschafft es ganz durchzulesen :)

    hammer was du erlebst und ich freu mich total, wenn du noch einmal live berichtest :)
    ich schreib wegen churchhopping noch, aber ich sag jetzt schonmal, es war hammer :)

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  4. also Oma und ich haben es auch geschafft bis ans Ende zu lesen. Wir haben laaannnggge auf diesen Bericht gewartet:):) In der Zwischenzeit hatten wir aber den "aufschlußreichen" Bericht von Micha gelesen... liebe Grüße Maria + Oma

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  5. hallo Miri, freue mich über deinen Bericht. ich habe auch zu Ende gelesen und wünsche dir viel Freude und Kraft für "deine" Schüler.
    Gott befohlen und noch gute Erfahrungen mit IHM.

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